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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 426 mal aufgerufen
 Judentum
freily ( Gast )
Beiträge:

21.06.2006 18:23
Kab-ba-lah antworten

Beitrag von tomex in Glaube.de erstellt am: 16/6/2006 an 00:59

Der Kabbalist ist ein Forscher, der seine eigene Natur mit einer erprobten und genauen Methode untersucht. Er studiert das Wesentliche seiner Existenz mit Hilfsmitteln, die wir alle besitzen - dem Gefühl, dem Intellekt und dem Herzen.

Ein Kabbalist ist ein Mensch, der sich äußerlich durch nichts von den anderen Menschen unterscheidet. Er ist weder besonders klug noch ein Wissenschaftler. In seinem äußeren Erscheinungsbild gibt es auch nichts Heiliges.

Es ist einfach so, dass dieser gewöhnliche Mensch während einer bestimmten Etappe seines Lebens wahre und vollständige Antworten auf seine Fragen über den Sinn des Lebens erhielt.

Darüber hinaus erlangte dieser gewöhnliche Mensch durch das Studium der Kabbala einen zusätzlichen sechsten Sinn für das Spirituelle.
Durch diesen Sinn ist der Kabbalist in der Lage, die spirituellen Welten als eine unmittelbare Realität zu empfinden, genau so wie wir unsere alltägliche Realität und Welt wahrnehmen. Er erfährt und empfindet sogar die höchste Welt ganz unmittelbar. Sie wird als die "höchste" Welt bezeichnet, weil sie sich über und außerhalb unserer gewöhnlichen Sinneswahrnehmungen befindet.

Der Kabbalist steigt von einem spirituellen Niveau zum nächsten. Diese stufenweise Bewegung bringt ihn von einer höheren Welt zur anderen. Er sieht, wie alles aus der höchsten Welt herabsteigt und in unserer Welt geboren wird. Dabei befindet er sich gleichzeitig in beiden Welten, der höchsten und der niedrigsten.

Die Kabbalisten erhalten reale Informationen, die um uns herum existent sind, jedoch von uns nicht richtig wahrgenommen werden können. Denn ein gewöhnlicher ungeschulter Mensch nimmt nur einen kleinen Ausschnitt der ihn umgebenden Schöpfung wahr.
Weiterhin haben die Kabbalisten die Möglichkeit, diese Realität zu erforschen, zu untersuchen und uns ihre Erkenntnisse über die gesamte Schöpfung, über die Quelle unseres Lebens und noch darüber hinaus mitzuteilen. Sie übermitteln und lehren uns zusätzlich die Methode der Erkenntnis der höheren Welten.

Ihr Wissen überliefern sie in Büchern, die in einer besonderen Sprache geschrieben sind. So werden diese Bücher zu einem Mittel für die Erkenntnis der einzigen Realität und der wahren Wirklichkeit.

In den Büchern, die sie verfassten, beschreiben uns die Kabbalisten ihre auf persönlichen Erfahrungen basierenden Techniken. Von ihrem umfassenden Standpunkt haben sie eine Methodik gefunden, denen zu helfen, die ihnen folgen möchten, und so wie sie die gleichen Stufen erklimmen wollen. Ihre Methode wird die Weisheit der Kabbala genannt.

Die Kabbalisten, die den Schöpfer verstehen und erreicht haben, begreifen ihn als absolut gut. Sie erklären uns, dass Er niemanden auf der Welt auch nur den geringsten Schaden zufügen kann. Denn "der Wunsch zu empfangen" ist in Ihm völlig abwesend. Wenn wir jemandem etwas Falsches oder Böses antun, machen wir es, immer für uns selbst, um wegen eines eigenen Mangels etwas dafür zu erhalten. Wäre dieses Gefühl, immer etwas für uns selbst haben zu wollen, nicht die ganze Zeit in Tieren und Menschen anwesend, sähe die Welt sicher anders aus. Die Wurzel allen Übels würde verschwinden. Die Kabbalisten denken sich den Schöpfer als etwas absolut Ganzes. Das Fehlen Seines Wunsches "zu bekommen und zu gewinnen" zeigt die vollständige Abwesenheit irgendeines Mangels. Der Schöpfer erscheint als die absolut gute Instanz. Manchmal bekommen wir ein schöpferähnliches Gefühl, während eines kurzen Glücksmomentes, ein Gefühl der Erfüllung, wenn es uns an nichts mangelt.

Alles was wir fühlen und denken, kommt vom Schöpfer. Aber bedeutet dies, dass alle seine Kreaturen nur das Gütige und Gute empfinden sollten?

Die ganze uns umgebende Natur lässt sich in vier Kategorien einteilen: Unbelebtes, Pflanzen, Tiere und Menschen. In jeder dieser Bereiche können wir eine zielorientierte Entwicklung beobachten. Sie ist langsam und stufenweise, aber sie ist offensichtlich. Eine Frucht, die an einem Baum wächst, wird erst am Ende des Reifeprozesses gut und fertig. Aber wie viele Zwischenstadien muss sie vor dem Ende ihres Wachstums durchlaufen? Diese Zwischenzeitpunkte sagen uns nichts, über den endgültigen Zustand dieser Frucht aus. Wir wissen nicht einmal, wie weich und süß sie später einmal sein wird. Mit anderen Worten, je besser die Frucht in ihrem reifsten Zustand ist, desto härter und bitterer war sie zuvor, in ihrer Zeit des Heranreifens.

Die gleiche Betrachtungsweise kann auch für die Tierwelt angewendet werden. Ein Tier kann in einem späteren reifen Alter geistig sehr wenig ausgebildet und begrenzt sein, aber während der Wachstumsperiode ist dies noch nicht offensichtlich. Zur Verdeutlichung: An einem erst einen Tag altem Kalb können wir bereits alle Qualitäten und Eigenschaften des zukünftigen Stiers erkennen. Man könnte sagen, nach seinem ersten Lebenstag entwickelt sich das Kalb kaum noch weiter.

In diesem Sinn ist der Mensch eine völlig andere Kreatur. Er ist in seiner Blütezeit sehr gut entwickelt und intelligent, jedoch völlig hilflos und erbärmlich in seinen ersten Lebensjahren. Der Unterschied dieser beiden Beispiele ist ziemlich erstaunlich.

Tauchte ein Wissenschaftler auf, der mit unserer Welt überhaupt nicht vertraut ist, und untersuchte er diese beiden neugeborenen Kreaturen, käme er vielleicht zu überraschenden Schlussfolgerungen. Er würde wahrscheinlich sagen, dass ein menschlicher Säugling sich nur schwerlich zu mehr entwickeln wird als es sein momentaner hilfloser Zustand ausdrückt. Während für ihn das Kalb ein zukünftiger Napoleon sein könnte.

Wir sehen also, dass in der Regel zwischenzeitliche Zustände ziemlich das Gegenteil von dem zeigen, was das Endresultat sein wird. Nur jemand, der diesen endgültigen Zustand kennt, wird nicht von den erbärmlichen und mangelhaften Erscheinungen während der Entwicklungszeiten erstaunt sein. Deshalb ziehen wir oft vorschnelle verfehlte Schlussfolgerungen aus negativen Erscheinungen, ohne das wahre endgültige Ergebnis voraussagen zu können.

Daraus können wir erkennen, dass die Art und Weise, wie der Schöpfer diese Welt lenkt, sehr zielorientiert ist, was sich erst am Endes des Korrekturprozesses von selbst zeigen, und dann auch unserem Bewusstsein zugänglich sein wird. In Seiner Einstellung und Seinem Verhalten uns gegenüber hat der Schöpfer nur gute Absichten.

Der Grund und das Ziel Seiner Führung sind, uns bei unserer Entwicklung zu helfen, und uns letztendlich zu befähigen, all das Gute und Positive was noch auf uns wartet, empfangen zu können. Die Kabbalisten und die Kabbala können uns dabei behilflich sein, dieses Ziel ins Auge zu fassen. Ohne Zweifel, werden es ausnahmslos alle Menschen, nach Seinen Plänen erreichen.

Übersetzung von Peter Staaden

die Quelle gibt's nur als PM

Thomas Offline

mishtatef


Beiträge: 297

07.07.2006 20:42
#2 RE: Kab-ba-lah antworten

Fragen und Atworten

Ich entdeckte immer wieder, dass die Kabbala zusammen mit dem Begriff Magie genannt wird. Welche Magie kann ich aus der Kabbala erlernen

Die Torah sagt, dass der Mensch alles Magiesche, die Hexer und Wahrsager verneinen muss, da sie ihn nur von seiner eigentlichen Aufgabe auf dieser Welt, von der Selbstentfaltung und Entwiklung bis hin zur Erhebung zum höchsten Niveau des Schöpfers, ablenken und abhalten. Der Mensch soll sich nicht davon fürchten oder davor fliehen, was ihm der Schöpfer geben möchte, nämlich sein noramles Tätigkeitsfeld. Es erlaubt ihm, an sich selbst zu arbeiten, sich zu verbesseren und sich spirituell zu erheben. Wenn es für den Menschen besser wäre, die Zukunft zu kennen, wäre ihm diese bereits bekannt. Dieser Moment enthüllt sich dem Menschen nur, wenn er sich dem Niveau befindet, auf dem seine Kenntnisse der Zukunft nicht einem egoistischen Verlangen untergeordnet sind.

Haben die Kabbala und der Okkultismus etwas Gemeinsammes?

Die okkulten Lehren stammen von Halb-Wissenden der Kabbala ab. Sie entnehmen aus der Kabbala Lehren und Konzepte, die sie dann für die persönliche Etwiklung eingener Theorien benutzen. Wir empfhelen das Studiom der ursprünglichsten und authentischsten Quellen: Der Torah, dem Sohar, der Schreiften das ARI, sowie der Bücher von Yehuda Ashlag und vom Baruch Ashalg.

btw. Buchtip Die Kabbalah von Helmut Werner zusammengestllt Verlag (Komet)

Kabbala - das ist die Bezeichnung für die jüdische Mystik und Geheimlehre, die man schon im Mittelalter in eine theoretische und in eine praktische Ausrichtung unterteilte.

Helmut Werner hat aus den zahlreichen Texten eine umfassende Auswahl getroffen, die er in zeitgemäßen Übersetzungen vorlegt; Ein gutes Buch um sich mit allen Bereichen der Kabbalah vertraut zu machen. Nicht zu empfehlen zur Vertiefung, da die Themen, wenn auch sehr detailliert, nichtsdestotrotz aber nur angerissen werden. Sicherlich dafür gedacht, für Anfänger durchaus geeignet...

448 Seiten

Inhalt:

Das hebräische Alphabet (Aleph Beth)
Die Jüdische Bibel Deutung (Tenach)
Das Schema der Sephiroth

Das Buch Jezira
Jehuda Halevi: Kusari
Die 32 Wege der Weisheit
Die 50 Tore der Intelligenz

Der Sohar

Texte aus kleinen kabbalistischen Werken wie
Das Buch Bahir

Texte aus der Merkaba
Das Buch Henoch

Aus der Hechaloth-Literatur

Der Chassidismuss

Der Sabbiatianismuss

Das alchemistische Traktat

Texte aus der Christlischen Sicht


Praktische Kabbalah

Im großen und ganzen ist dieses Buch

http://de.wapedia.eu/Kabbala

http://www.judaica4all.de/catalog/produc...a9aa99dad4e8901

freily ( Gast )
Beiträge:

09.07.2006 14:23
#3 RE: Kab-ba-lah antworten

Zitat von Thomas
Fragen und Atworten
Ich entdeckte immer wieder, dass die Kabbala zusammen mit dem Begriff Magie genannt wird. Welche Magie kann ich aus der Kabbala erlernen
Die Torah sagt, dass der Mensch alles Magiesche, die Hexer und Wahrsager verneinen muss,.....
Das ist Richtig, nur muß man daraufhinweisen, dass das Wort Magie im deutschen eine andere Bedeutung hat, als die in der Ka-ba-lah.

Im deutschen Sprachgebrauch wird Magie mit Zaubern und Hexenkunst bzw. Wahrsagerei verbunden. So eine Magie ist selbstverständlich abzulehnen.!

Gerade in der Endzeit wird durch das Verquirlen von verschiedenen Begriffen ein Spektrum der Verwirrung geschafft die eine Undurchsichtigkeit erzeugen möchte, dass selbst "auserwählte" ins Trudeln kommen.

Die Magie der Ka-ba-lah beschreibt lediglich die geistige Hingabe, bzw. das Eintauchen in die Aura der Torah, die in einem eine Andächtigkeit auslösen kann, die nicht von dieser Welt ist und deshalb als Magisch empfunden wird.

Also muß man beim Gebrauch der deutschen Sprache sehr aufpassen, um irreführende Elemente rechtzeitig zu erkennen.

Thomas Offline

mishtatef


Beiträge: 297

10.07.2006 00:21
#4 RE: Kab-ba-lah antworten

Zitat von freily
Zitat von Thomas
Fragen und Atworten
Ich entdeckte immer wieder, dass die Kabbala zusammen mit dem Begriff Magie genannt wird. Welche Magie kann ich aus der Kabbala erlernen
Die Torah sagt, dass der Mensch alles Magiesche, die Hexer und Wahrsager verneinen muss,.....
Das ist Richtig, nur muß man daraufhinweisen, dass das Wort Magie im deutschen eine andere Bedeutung hat, als die in der Ka-ba-lah.
Im deutschen Sprachgebrauch wird Magie mit Zaubern und Hexenkunst bzw. Wahrsagerei verbunden. So eine Magie ist selbstverständlich abzulehnen.!
Gerade in der Endzeit wird durch das Verquirlen von verschiedenen Begriffen ein Spektrum der Verwirrung geschafft die eine Undurchsichtigkeit erzeugen möchte, dass selbst "auserwählte" ins Trudeln kommen.
Die Magie der Ka-ba-lah beschreibt lediglich die geistige Hingabe, bzw. das Eintauchen in die Aura der Torah, die in einem eine Andächtigkeit auslösen kann, die nicht von dieser Welt ist und deshalb als Magisch empfunden wird.
Also muß man beim Gebrauch der deutschen Sprache sehr aufpassen, um irreführende Elemente rechtzeitig zu erkennen.


Shalom Freily,

sicher, so ist es, auch sollte erwähnt werden, dass die Kabbalah dem Jüdischen Volk vorbehalten ist, des Verständnis wegen soll erst ein 40 jähriger Mann sich der Kabbalistischen Lehre zuwenden. Ein jeder Jude wird an die Kabbalah herangeführt, für ihn wird sich die Frage mit der Magie nicht in dieser zitieren form stellen..

laila tov we shalom

Thomas

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Ein Weg entsteht, indem man ihn geht. (Chuang-tzu)

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